Gnocchi al ragù – Wie beim Italiener

Bild zeigt: Gnocchi al ragù

Gnocchi – klein, oval und fluffig, sie schmecken einfach wunderbar. Sie nehmen die Sauce so richtig schön auf und bringen ein kleines bisschen Italienurlaub auf den Teller. Oft findet man beim Italiener die kleinen Schmankerl meist bei den Nudel-Spezialitäten.

Aber Gnocchi werden klassisch aus Kartoffeln zubereitet und somit sind sie Mini-Klößchen und keine Pasta. Man kann die Gnocchi auch mit Grieß selber machen oder statt Kartoffeln einen Kürbis nehmen. Auch mit vielen Zutaten können Sie herumexperimentieren. Zum Beispiel: indem man die Gnocchi mit Spinat grün oder mit etwas Tomatenmark rot färbt oder man gibt Kräuter hinzu. Im Frühling sind Gnocchi mit Bärlauch sehr beliebt und schmackhaft.

Rezepte gibt es wie „Sand am Meer“. Falls Sie sich für die klassische Variante der Gnocchi mit Kartoffeln entscheiden, sollten Sie beim Einkauf auf die Sorte achten. Ich kaufe immer mehlig kochende Erdäpfel (Kartoffel), die haben den höchsten Stärkegehalt und eigenen sich hervorragend für die kleinen Klöße. Ich weiß, für die Zubereitung werden in Italien fest kochende Kartoffeln bevorzugt, aber in deutschen Rezepten werden meist mehlig kochende empfohlen. Probieren Sie es einfach mal mit ein paar Sorten aus. Haben Sie viel zu viele Gnocchi selbst gemacht, können Sie diese gut einfrieren. Dafür einfach die rohen Gnocchi nebeneinander auslegen, kurz anfrieren lassen, anschließend locker in einen Gefrierbeutel legen und einfrieren. Die tiefgefrorenen Gnocchi niemals auftauen lassen, sondern direkt ins siedende Salzwasser legen.

Gnocchi schmecken ganz klassisch mit Salbeibutter und Parmesan einfach hervorragend, aber auch eine Gorgonzolasoße, Gemüsepfanne oder unsere Variante ein Ragù aus Hackfleisch und Gemüse passen gut zu Gnocchi. Probieren Sie doch einmal die selbst gemachten Gnocchi, sie sind nicht nur gesund, sondern auch noch lecker.

Bild zeigt: Gnocchi al ragù

Zutaten für 4 Personen: 

Ragù: etwas Olivenöl, 200 g Karotten, Sellerie und Zwiebel, 300 g Kalbshackfleisch, 300 g Rindshackfleisch, etwas Salz und Pfeffer zum Würzen, 1/2 l Rotwein, 80 g passierte Tomaten

Gnocchi: 550 g gekochte Kartoffeln (mehlig kochende Sorte), 160 g Weizenmehl, 2 Eigelb, 25 g Parmesan, je 2 Prisen Salz und Pfeffer

Zubereitung: 

Ragù: Karotten, Sellerie und Zwiebel schälen, die Möhren etwas größer schneiden und die Sellerie sowie Zwiebeln klein würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Gemüse hinzufügen und andünsten.

Beide Fleischsorten hinzugeben und mitdünsten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Fleischmischung mit Rotwein ablöschen und die passierten Tomaten dazugeben. Einmal aufkochen und bei mittlerer Hitze weiter köcheln lassen, bis der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist.

Gnocchi: Kartoffeln mit der Schale kochen, bis sie weich sind. Die gekochten Kartoffeln schälen und noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Masse auf einer Arbeitsfläche verteilen und mit Mehl, Eigelb, Parmesan, Salz sowie Pfeffer zu einem weichen aber noch formbaren Teig kneten. Nicht mit einer Küchenmaschine, unbedingt mit der Hand kneten! Den Teig etwa 60 Minuten kühl stellen und ruhen lassen. In einem großen Topf ausreichend Salzwasser aufkochen. Aus dem Teig Portionen abstechen und in gleichmäßige dicke Stränge rollen (1-2 cm). Diese mit etwas Mehl bestäuben, einige Minuten ziehen lassen und dann mit einem Messer etwa 1 cm breite Stücke abtrennen. Die Stückchen mit bemehlten Händen zu den typischen Gnocchi-Ovalen formen. Zum Schluss mit einer Gabel das klassische Gnocchi-Muster in den Teig drücken. Die Mini-Klöße in siedendem Wasser wenige Minuten garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen.

Die Gnocchi sofort mit dem Ragù und mit etwas frisch geriebenem Parmesan servieren.

Tipp: Bevor Sie den ganzen Teig verarbeiten, kochen Sie zur Sicherheit erst eine Gnocchi zur Probe. Wenn es zerfällt, ist der Teig zu weich. Arbeiten Sie in diesem Fall noch etwas Mehl ein.

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