Marillenmarmelade (Aprikosenkonfitüre) selbst gemacht

Bild zeigt: Marillenmarmelade

Ob zum Frühstück, für Kuchen, Torten oder Palatschinken, die Marillenmarmelade bzw. Aprikosenkonfitüre geht immer. Alles was man für leckere selbstgemachte Marmelade bzw. Konfitüre benötigt ist Gelierzucker und am besten österreichische Wachauer Marillen aus dem schönen Bundesland Niederösterreich.

Wie kam die Marille nach Österreich?

Die Marille musste einen weiten Weg zurücklegen, um nach Österreich zu gelangen. Von China über Indien und Persien, wo die Früchte auch „Samen der Sonne“ genannt wurden, fand die Marille, angeblich durch Alexanders Feldzügen, ihren Weg in die europäischen Gefilde nach Griechenland. Durch den römischen General Lucullus (1.Jh.v. Chr.) soll die Marille nach Rom und weiter nach Österreich gekommen sein. Jedoch unter den Kapitularien (Gesetze und Verordnungen) Karl des Großen aus dem Jahr 802 sucht man die Marille unter der Auflistung aller kultivierten Obstarten vergebens. Warum? Etwa vom 3. bis zum 16. Jh. hat man die Marille als Pfirsich angesehen.

Es gibt jedoch noch eine andere Theorie: Die Marille fand ihren Weg über den Pontus den Donauweg nach Österreich -vermutlich nach der Mitte des 1. Jahrhunderts – zur gleichen Zeit kam die Marille von Asien nach West- und Südeuropa. In der Gedenkschrift über den heiligen Severin von Norikum schreibt Eugippius (ca. 465-533 n. Chr.), dass schon zur Römerzeit in der Wachau Obstbau betrieben wurde. 

Marille oder Aprikose?

Noch heute trägt die Marille ihren wissenschaftlichen Namen Prunus armeniaca. Aus dieser Bezeichnung „armeniaca“ (= aus Armenien stammend) entwickelte sich wahrscheinlich über das italienische „armellino“ der Ausdruck „Marille“.

Den Namen Marille kennt man übrigens nur in Österreich, Südtirol und in paar Teilen Bayerns, sonst ist sie weitläufig als „Aprikose“ bekannt. Aus dem Jahr 1509 stammt der bisher älteste schriftliche Nachweis für die Bezeichnung Marille. Die Briefsammlung liegt im Starhembergischen Archiv in Eferding bei Linz auf. Meister Ortluf vom Baierland (zwischen 1390 – 1439) bezeichnet in seinem Arzneibuch das Obst „Amarellen“.

Marillenfeste in der Wachau

Alljährlich im Juli wird die Marille (Aprikose) in der Wachau gefeiert. Den Anfang startet Krems an der Donau mit dem Motto „Alles Marille“. Bei Musik und Tanz können die verschiedensten, oft hausgemachten Spezialitäten der Wachauer Marille gekostet werden. Das Wochenende danach, beim traditionellen Marillenkirtag in Spitz an der Donau, kann man gleich weiterschlemmen. Flaumige Marillenknödel, fruchtige Marillenbowle oder edelster Marillenbrand erfreuen die Gaumen der Besucher. Zu den Höhepunkten zählt der traditionelle Festzug von König Marillus und Prinzessin Aprikosia, der durch den Ort führt und die Verleihung der Goldenen Marille. Die zweitägige Feier klingt mit alten überlieferten Volkstänzen und Liedern aus.

Dieses Rezept für Marillenmarmelade (Aprikosenkonfitüre) schmeckt einfach himmlisch und hat sicherlich weniger Kalorien als die gekaufte Konfitüre aus dem Supermarkt.

Bild zeigt: Marillenmarmelade

Zutaten: 1kg Marillen, 500 g Gelierzucker 2:1, 1 EL Zitronensaft

Zubereitung: Marillen bzw. Aprikosen waschen, von den Stielen befreien und gut abtropfen lassen. Die Hälfte der Früchte entkernen, mit halbe Packung (250 g) Gelierzucker und Zitronensaft pürieren. Anschließend die restlichen Früchte entkernen, in kleine Stückchen schneiden und mit dem verbliebenen Gelierzucker verrühren. Marillenmus dazugeben, alles gut verrühren und rasch zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren 4 – 6 Minuten sprudelnd kochen lassen. Es empfiehlt sich eine Gelierprobe zu machen. Die Konfitüre heiß in vorbereitete Gläser füllen, gut verschließen und für 10 Minuten auf den Kopf stellen. Kühl und dunkel lagern.

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