Holunderblütensirup – selbst gemacht

Bild zeigt: Holunderblütensirup

Holunderblütensirup (Hollerblüten-Sirup = Österreich) erfreut sich zunehmender Beliebtheit, auch in Deutschland. Der Sirup schmeckt als Limonade, in Sekt, Cocktails oder Bowle und auch in Süßspeisen macht er sich gut. Holunderblütensirup lässt sich einfach selbst herstellen und die Zutaten dafür sich relativ preiswert. Die Blüten dafür gibt es nicht im Handel zu kaufen, man muss sie selbst sammeln. Wir verraten hier wie man den Holunderblütensirup selbst ansetzt und eine kleine Information über die Holunderblüte.

Wissenswertes über Holunderblüten:

Der bekannte Strauch Holunder (Holler, Holder oder schwarzer Flieder) ist seit Urzeiten bekannt. Er trägt regelmäßig im Frühsommer von Ende Mai bis etwa Mitte/Ende Juli große cremeweiße Blütendolden, die einen intensiv süßen Duft verströmen. Sammeln sollte man diese, wegen möglicher Schadstoffbelastung, immer nur abseits von viel befahrenen Straßen und an trockenen Tagen, am besten zur Mittagszeit.

Achtung: Pflücken Sie nur die weißen Dolden! Die grünen Blätter und rohen Stängel sind leicht giftig und können zu Magen-Darm-Beschwerden führen.

Und noch zwei Tipps:

Pollenallergiker sollten Holunderblüten mit Vorsicht genießen, denn sie können typische Symptome hervorrufen.

Andere Sträucher wie beispielsweise die Vogelbeeren (Eberesche) blühen ähnlich wie der Holunder und optisch ähnlich sieht auch der gefleckte Schierling aus, der ebenfalls giftig ist.

Wie gesund sind die Holunderblüten?

Dass die schwarzen kleinen Beeren sehr gesund sind, weiß man schon lange. Aber auch die Blüten gelten als heilsam. Sie enthalten Flavonoide, ätherische Öle, Gerbstoff und Schleim. Zum Beispiel ein frisch gebrühter Tee aus Holunderblüten kann bei Fieber eingesetzt oder allgemein bei Erkältung angewandt werden.

Rezept dafür: 2 TL Holunderblüten mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen und heiß trinken oder etwas abkühlen lassen und bei Halsschmerzen damit gurgeln.

Außerdem: Dampfbäder mit Holunderblüten sind wirksam gegen Nebenhöhlenentzündung und Bronchitis, auch empfehlenswert bei unreiner Haut. Umschläge mit Holunderblüten sollen die Beschwerden bei entzündeten Augen oder Sonnenbrand lindern.

Lagerung und Haltbarkeit

Damit die Holunderblüten ihr Aroma behalten, sollten diese zeitnah nach der Ernte verarbeitet werden. Man kann Blüten zum Beispiel ausbacken,  zu Gelee oder wie in diesem Rezept zu Holunderblütensirup verarbeiten. Holunderblüten sind auch gut zum Trocknen geeignet. Dazu die gesäuberten Blüten auf ein Backblech verteilen und bei 40 Grad im Backofen bei leicht geöffneter Tür trocknen. Anschließend luftdicht und vor Licht geschützt lagern.

Wie setzt man den Sirup richtig an?

Bild zeigt: Holunderblütensirup

Dafür wird benötigt: 40 Stk Holunderblüten, 4 Stk Zitronen (oder Orangen), 2 l Wasser, 3 kg Zucker, eventuell 50 g Zitronensäure

Zubereitung: 

Holunderblüten säubern (nicht waschen!) nur trocken abschütteln. Mit Wasser würde man den süßlichen Geschmack raus waschen. Eventuell längere Stängel kurz abschneiden. Die Zitronen waschen und in Scheiben schneiden. Alle Zutaten in einen großen sauberen Topf geben.  3 – 5 Tage an einem dunklen sowie kühlen Ort zugedeckt (Deckel oder Tuch) stehen lassen. Einmal pro Tag alles gut durchrühren. Danach durch ein feines Tuch (Mulltuch) in einen Kochtopf abseihen. Einmal kurz aufkochen lassen und in saubere/sterilisierte Flaschen (mit Schraubverschluss) abfüllen.

Holunderblütensirup eignet sich toll für die Vorratskammer und hält sich gut verschlossen 6 Monate.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.