Bild zeigt: Frikadellen in der Auflösung 900x500

Frikadellen – Ein wahrer Klassiker

Frikadellen – Mega lecker! Sie sind einfach vorzubereiten, schnell gemacht und auch einen Tag danach noch super lecker. Für die Zubereitung von Frikadellen gibt es jede Menge Rezepte…wie Sand am Meer.  Wie kann bzw. soll man sich da entscheiden können. Oftmals sind die Zutaten gar nicht so verschieden, am Geschmack doch umso mehr. Unten stehen die Zutaten wie ich sie immer mache.

Kurzgeschichte der Frikadelle

Die Erfolgsgeschichte beginnt vermutlich im 17. Jahrhundert zur Zeit des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Angeblich sollen die aus Frankreich gefürchteten Hugenotten das Fleischbällchen nach Berlin gebracht haben. Diese Speise bezeichneten sie “Boulette” für “Kügelchen”, wie sie auch noch heute im nordostdeutschen Raum bekannt sind. Andere Quellen behaupten, dass die Frikadellen erst Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Truppen Napoleons an die Spree gebracht wurden. Doch auf jeden Fall hat das Wort Frikadelle einen französischen Ursprung und geht auf “Casser“ zurück, was für “Zerbrechen” steht.

Ein Gericht mit vielen Bezeichnungen

Kaum ein Gericht hat im deutschsprachigen Raum so viele Namen wie die Frikadelle. In Deutschland kennt man sie zum Beispiel unter der Bezeichnung Frikadelle, Bulette/Boulette, Fleischpflanzerl, Fleischküchle oder Bratklops. In Österreich unter Fleischlaibchen, Faschierte Laibchen, Fleischlaberl oder Fleischloaberl. Im ungarischen heißt das Gericht “fasírozott”. Die Bezeichnung kommt vom österreichischen Namen für Hackfleisch bzw. Faschierten und leitet sich vom französischen “farce” her. In der Schweiz nennt man die Frikadelle Fleischtätschli oder Hacktätschli.

Hackfleisch (Faschiertes) und Hygiene

Bei empfindlichen Lebensmitteln wie Hackfleisch sollte man immer auf durchgehende sowie ausreichende Kühlung achten. Egal ob abgepacktes oder frisches Hackfleisch vom Metzger, es sollte stets an der kühlsten Stelle des Kühlschranks gelagert werden. Zu beachten: Frisches, loses Hackfleisch  am gleichen Tag verbrauchen und abgepacktes Hackfleisch, welches unter Schutzatmosphäre verpackt wurde, unbedingt auf das Verbrauchsdatum gucken.

Häufig gereichte Beilagen

Großteils werden zu Frikadellen Kartoffeln gereicht – ob Salat, klassisches Püree, Bratkartoffeln oder nur gekocht. Ein ausgezeichneter Begleiter für Buffet oder Grillpartys ist auch der Nudelsalat. Verwandt dem Burger passt die Frikadelle auch hervorragend in ein Brötchen, natürlich darf dann Senf oder Ketchup nicht fehlen. Die klassische Gemüse-Beilage für Frikadellen sind hier zu Lande sehr vielfältig. Von Spargel über grüne Bohnen bis hin zu Blumenkohl, Rosenkohl oder bunte Gemüsemischungen ist alles möglich. Auch mit Soße kann man den Klassiker essen. Ein paar Soßenempfehlungen währen: Rahmsoße, Pfeffersoße oder Letscho. Isst man die Frikadellen  mit Soße, passt auch als Beilage Reis.

Sind Frikadellen gesund?

Ob sie gesund sind, hängt von der Wahl des Fleisches ab. Tatar bzw. Hack vom Rind ist selbstverständlich dem Schweinehackfleisch vorzuziehen und je mehr man Kräuter untermischt, desto vitaminreicher ist die Frikadelle. Aber wie man es auch dreht und wendet, zum größten Teil besteht das Gericht aus Fett und gerade deshalb schmeckt es uns auch so gut. Egal ob Groß und Klein.

Bild zeigt: Frikadellen in der Auflösung 320x318

Zutaten (4 Portionen) für die Frikadellen – Ein wahrer Klassiker:

500 g Hackfleisch gemischt, 2 Stk. Brötchen vom Vortag (oder 75 g Knödelbrot), 1 mittlere Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 2 Eier, 2 EL gehackte Petersilie, 1 TL Majoran, 1 EL Senf, 5 g Salz, 1 Prise Pfeffer, 2 – 3 EL Paniermehl (Semmelbrösel), Öl für die Pfanne

Zubereitung: Die Zwiebel wird geschält und klein würfelig geschnitten. Die Zwiebelwürfel werden nun in Öl in einer Pfanne goldgelb angeröstet. Die Knoblauchzehen schälen, klein schneiden und kurz mit der Zwiebel mitrösten. Die Brötchen in kleine Würfel schneiden, alternativ das Knödelbrot nehmen und in lauwarmen Wasser einweichen. Gut ausdrücken bis keine Flüssigkeit mehr aus dem Gebäck kommt. Ganz einfach geht das zum Beispiel in einem engmaschigen Sieb.

Das Hackfleisch, die Gewürze, die Eier und die angeröstete Zwiebel- Knoblauchmischung mit den angeweichten Brötchenwürfel gut vermengen. Sollte die Masse zu weich sein, kann diese mit den 2 – 3 EL Paniermehl gebunden werden. Die Hackfleischmasse nun am besten kurz ziehen lassen (ca. 10 Minuten). Mit nassen Händen werden nun 8 Laibchen geformt und diese in nicht zu heißem Öl auf beiden Seiten gebraten. Das dauert je nach Größe der Frikadellen zwischen 10 und 15 Minuten. Herausnehmen, abtropfen lassen und mit diversen Beilagen anrichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert