Reissuppe mit Karotten und Fleischbällchen

Bild zeigt: Reissuppe mit Karotten und Fleischbällchen

Aufgepasst – Es wird gesund und bleibt trotzdem lecker: Die Reissuppe mit Karotten und Fleischbällchen ist schnell gemacht, schmeckt lecker und ist für  die Grippezeit genau das passende Rezept.

Die Geschichte der Suppe:

Die Geburtsstunde der Suppe war bereits in der Steinzeit. Man geht davon aus, dass breiartige Speisen in Säcken über dem Feuer zubereitet wurden und dieses Essen als Beginn der modernen Suppe gilt.

Suppen im heutigen Sinn konnten erst mit der Erfindung von Tongefäßen etwa 7500 v. Chr. zubereitet werden. In Mesopotamien wurden die ersten komplizierten Suppenkreationen gekocht, hierbei kamen die verschiedensten Getreide- und Gemüsesorten zum Einsatz. Gegessen wurden die überwiegend eher breiigen Gerichte mit den Fingern aber auch mit löffelförmigen Gegenständen wie Muscheln oder Rindenstücken. Die flüssigen Speisen oder Suppen wurden häufig getrunken bzw. geschlürft.

5000 – 500 v. Chr. ging die Suppe auf Reisen. Sie verbreitete sich von Mesopotamien (Zweitstromland – Kulturlandschaft Vorderasien) nach Ägypten über Griechenland und gelangte schließlich auch nach Mitteleuropa. Die Funde erster Suppenteller aus Holz und Stein werden auf ca. 5000 v. Chr. datiert. Gegen 1000 – 500 v. Chr. hatte die Suppe einen hohen Stellenwert im Römischen Reich und in weiten Teilen Europas fand sie den Einzug. Eine dicke Morgensuppe war im Mittelalter die erste Wahl der arbeitenden Bevölkerung, denn sie gab Kraft. Anfänglich wurde die Suppe aus geschrotetem Getreide und Salzwasser zubereitet. Im Hochmittelalter waren in der italienischen Küche Fleischstücke in dickflüssiger Tunke bekannt. Oftmals würzte man diese Suppen mit Honig und verschiedensten Gewürzen.

Lange Zeit war die Suppe ein Armenessen, doch sie wandelte sich zur Mahlzeit der feinen Gesellschaft. Anfangs noch Festessen kastilischer Bauern, anschließend Familienessen der Bourbonen und Habsburger. Der soziale Aufstieg der Suppe nahm ihren Lauf bis zur höfischen Prachtentfaltung. Ein gutes Beispiel ist die mächtige „spanische Suppe“ oder „Olla podrida“, auch zärtlich „Olla“ oder „Oille“ genannt. Dabei handelte es sich um einen Eintopf aus verschiedenen Fleischsorten, vielerlei Geflügel und Gemüse. Alles wurde in einen riesigen großen Topf gegeben und zusammen auf den Punkt gegart. Das Essen war dann so für mindestens 30 Personen.

1800 – 1900 n. Chr. wurden die Suppen durchsichtiger. Es entwickelten sich klare Suppen und Bouillons. Vor allem in der französischen Küche wurden viele ausgefeilte Süppchen gekocht und dies führte auch zur Unterscheidung von klaren und gebundenen Suppen.

Um die Jahrhundertwende wurden die Vorreiter der Instantsuppen erfunden und mit der Industrialisierung wandelte sich auch das Bild der Suppe. Das Fleischextrakt von Justus von Liebigs, die Erbswurst und der Brühwürfel von Johann Heinrich Grünebergs sowie Maggi Leguminosen Suppe und die Maggi-Würze haben den wohl entscheidenden Beitrag zum kostengünstigen Fertiggericht geleistet.

Von 1960 – bis heute sind Suppen Sinnbild einer kreativen und qualitätsbewussten Esskultur. Entweder als delikate Vorspeise, schmackhaftes Hauptgericht oder schnelle Zwischenmahlzeit. Egal ob in Deutschland oder in anderen Ländern – Suppen sind fester Bestandteil der Ernährung.  In Deutschland liegt der jährliche pro Kopf Verzehr bei über 100 Teller Suppe, doch leider über die Hälfte davon wird industriell hergestellt. Ende der 90er Jahre schwappte der Trend Suppen-Bar aus den USA zu uns nach Deutschland und ist aktueller denn je.

Bild zeigt: Reissuppe mit Karotten und Fleischbällchen

Vor vielen, vielen Jahren habe ich sämtliche Dosen, Fertiggerichte und Fixtüten rigoros aus meiner Küche verbannt. Es gibt doch so viele blitzschnelle und aufwandarme Gerichte, die selbstgemacht um einiges besser schmecken. Was aber ganz wichtig ist, man weiß was drin ist. Suppen sind für mich das ideale Gericht, wenn es am Nachmittag dunkel und selbst der Tag nicht ganz hell wird. Suppen wärmen den Bauch, streicheln die Seele und machen glücklich sowie zufrieden. Da lag es jetzt nah, das Rezept: Reissuppe mit Karotten und Fleischbällchen hier einzustellen.

Zutaten für 3 – 4 Portionen:

Für die Gemüsebrühe: 1 großer Bund Suppengrün, 1/2 große Zwiebel, 10 Pfefferkörner, 2 Lorbeerblätter, Salz, 75 g gewaschenen Reis

Für die Fleischbällchen: 250 g Rinderhack, 2 EL Altbrötchen, eingeweicht in warmen Wasser und gut ausgedrückt, 1/2 geriebene Zwiebel, Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung: Eineinhalb Liter Wasser zusammen mit dem Gemüse und den Gewürzen einmal aufkochen und bei kleiner Hitze gar ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Zutaten für die Fleischbällchen gut vermischen und zu kleinen Klößchen drehen. Anschließend die Brühe noch einmal aufkochen, den Reis zufügen und den Dämpfeinsatz mit den Fleischbällchen einhängen. Alternativ die Bällchen direkt in die Suppe geben (diese wird dann allerdings trüb) oder in einer Pfanne braten. Deckel verschließen und die Bällchen bei milder Hitze 20 Minuten dampfgaren.

Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, Gemüse klein schneiden und mit den gegarten Fleischbällchen, ein wenig gehackter Petersilie oder feingeschnittenen Schnittlauch servieren.

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