Schwarzwälder Kirschtorte

Bild zeigt: Schwarzwälder Kirschtorte

Die Schwarzwälder Kirschtorte ist der absolute Klassiker unter den Torten. Sie ist weltweit bekannt, sogar in Shanghai, Amerika und Australien gibt es Geschäfte in denen „Black Forest Cake“ angeboten wird. Alle kennen sie, viele lieben sie und über die Kalorien wird am besten geschwiegen.

Woher kommt der Name Schwarzwälder Kirschtorte?

Es existieren verschiedene Theorien: 1. Es könnten die schwarzen Schokoladeraspeln zu dem Namen geführt haben, da dieser an einen schwarzen Wald erinnert. 2. Die Zutat Kirschwasser, weil dieses im Schwarzwald hergestellt wird. 3. Es gibt einen möglichen Torten-Vorgänger namens „Schwarzwaldtorte“, die vermutlich nicht aus dem Schwarzwald, sondern aus der Schweiz stammt. 4. Die Torte erinnert an die Bollhuttracht. Das Kleid ist schwarz wie die Schokoraspeln, die Bluse ist so weiß wie die Sahne und die Kirschen so rot und rund wie die Bollen auf dem Bollenhut.

Wer erfand die Schwarzwälder Kirschtorte?

Über die Entstehung des Torten Klassikers ranken sich zahlreiche Geschichten und es gibt viele Theorien, genauso wie bei der Namensgebung. Die Schwarzwälder sind sich natürlich sicher, dass die Schwarzwälder Kirschtorte nur aus dem Schwarzwald stammen kann. Es gibt aber keinen 100%igen Beweis dafür.

War der Geburtsort Bad Godersberg? In vielen Publikationen, wird der in Baden-Württembergischen Riedlingen geborene Konditor Josef Keller als Erfinder gehandelt. Er kreierte im Jahr 1915 ein Torten-Rezept und präsentierte dieses in seinem Café Agner. Doch sein süßes Stück hatte lediglich nur eine Lage und bestand aus Mürbteig. Vervollständigt wurde sie durch Kirschen, Sahne, Schokolade und natürlich Kirschwasser.

War der Geburtsort vielleicht Tübingen (zählte damals zum Schwarzwaldkreis)? Im Jahr 2007 benannte der Tübinger Stadtarchivar Udo Rauch den Konditormeister Erwin Hildenbrand des Café Walz als „Erfinder“. Datiert wurde die Geburtsstunde der Schwarzwälder Kirschtorte auf das Frühjahr 1930. Doch wie im Fall von Josef Keller fehlen letztendlich die handfesten Beweise für die tatsächliche Herkunft der Torte.

In einem 1934 in Sachsen veröffentlichten Kochbuch, wurde der Begriff „Schwarzwälder Kirschtorte“ erstmals schriftlich erwähnt. In den 30er Jahren wurde die Torte vor allem in Berlin sowie in Konditoreien deutscher, österreichischer wie auch Schweizer Großstädte bekannt. Vorher war es fast nicht möglich, da es nur sehr wenige elektrische Kühlschränke zur Aufbewahrung gab. 1949 war die Schwarzwälder Kirschtorte nur auf dem 13. Platz der Beliebtheits-Scala der Deutschen. Danach entwickelte sich der Bekanntheitsgrad rasant und heute gehört sie zu den bekanntesten und beliebtesten Torten Deutschlands. Seit dem Jahr 2006 findet in Todtnauberg alle 2 Jahre das Schwarzwälder Kirschtortenfestival statt. Bei diesem Event treten in zwei Wettkampfklassen Amateure und Profis mit ihren selbstgemachten Schwarzwälder Kirschtorten gegeneinander an. Sogar ins Guinness Buch der Rekorde gelangte die Schwarzwälder Kirschtorte. Im Jahr 2006 wurde im Europapark Rust bei Freiburg während der „Schwarzwälder Erlebnistage“ eine 80 Quadratmeter große Kirschtorte kreiert. Dazu benötigte man: 13 Konditoren, 5600 Eier, 800 kg Kirschen, 700 l Sahne, über 1000 kg Teig und 110 l Kirschwasser.

Schwarzwälder Kirschtorte, sahnig und fruchtig zugleich

Mit diesem Rezept sollte es kein Problem sein, wenn man sie zu Hause backen möchte.

Zutaten für eine Springform mit 28 cm Durchmesser: 

Fett und Backpapier für die Tortenform

Knetteig: 125 g Weizenmehl, 10 g Kakao, 1 Msp. Backpulver, 50 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 1 EL Kirschwasser, 78 g weiche Butter oder Margarine

Biskuitteig: 4 Eier, 100 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 100 g Weizenmehl, 1/2 gestr. TL Backpulver, 25 g Speisestärke, 10 g Kakao, 1 Msp. gemahlener Zimt

Füllung: 1 Glas Sauerkirschen (Abtropfgewicht 350 g) oder 500 g frische Sauerkirschen und 75 g Zucker, 1 Pck. Tortenguss rot, ca. 25 g Zucker, ca. 3 EL Kirschwasser, 1 Pck. Gelatine gemahlen weiß, 5 EL kaltes Wasser, 800 g kalte Sahne, 40 g Puderzucker, 1 Pck. Vanillezucker

Zum Verzieren: Raspel Schokolade oder selbst geschabte Schokolade

Zubereitung: 

Vorbereiten: Boden der Springform fetten. Backofen bei Ober-/Unterhitze auf 180°C vorheizen. Heißluft bei 160°C

Knetteig: In einer Schüssel Mehl und Kakao mit dem Backpulver mischen. Übrige Zutaten hinzufügen und alles zu einem Teig verarbeiten, anschließend zu einer Kugel formen. Den Teig auf dem Boden der Springform ausrollen, mehrmals mit einer Gabel einstechen und den Springformrand darumlegen. Die Form in den Backofen schieben und etwa 15 Minuten backen. Sofort nach dem Backen den Teigboden vom Springformrand lösen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen. Springform säubern, Boden fetten und mit Backpapier belegen.

Biskuitteig: Eier in einer Rührschüssel schaumig schlagen. Zucker und Vanillezucker einstreuen und die Masse schaumig rühren. Mehl mit Backpulver, Speisestärke, Kakao und Zimt mischen und vorsichtig unterrühren. Teig in die Form füllen, glatt streichen und im Backofen bei gleicher Temperatur wie den Knetteig backen. Die Backzeit beträgt etwa 30 Minuten. Den Springformrand lösen und entfernen. Den Boden auf einen mit Backpapier belegten Kuchenrost stürzen und den Biskuitboden erkalten lassen. Das mitgebackene Backpapier vorsichtig entfernen. Die Torte einmal waagrecht durchschneiden.

Füllung: Sauerkirschen auf einem Sieb gut abtropfen lassen, Flüssigkeit dabei auffangen und 200 ml abmessen, evtl. mit Wasser ergänzen. Oder frische Sauerkirschen waschen, entsteinen, mit Zucker mischen und einige Minuten zum Saftziehen stehen lassen. Die frischen Kirschen in einem Topf zum Kochen bringen, auf einem Sieb abtropfen lassen, den Saft auffangen und erkalten lassen. 200 ml davon abmessen, evtl. mit Wasser ergänzen. Zum Verzieren 12 – 16 Kirschen beiseitelegen. Tortenguss mit Flüssigkeit und Zucker nach Packungsanleitung zubereiten. Sauerkirschen unterrühren und das Ganze kalt stellen. Anschließend mit Kirschwasser abschmecken. Gelatine mit Wasser in einem kleinen Topf anrühren, 5 Minuten zum Quellen stehen lassen und unter ständigem Rühren erwärmen, bis diese sich löst. Sahne fast steif schlagen, die lauwarme Gelatinelösung unter Schlagen hinzufügen und die Sahne vollkommen steif schlagen. Puderzucker sieben, mit Vanillezucker mischen und unterrühren.

Knetteigboden auf eine Tortenplatte legen und die Kirschmasse darauf streichen, dabei 1 cm am Rand frei lassen. 1/3 der Sahnecreme darauf streichen. Den unteren Biskuitboden auf die Creme legen, leicht andrücken und mit der Hälfte der übrigen Creme bestreichen. Den obersten Boden auflegen und leicht andrücken.

Verzieren: 2 EL der Sahnecreme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und beiseite legen. Oberfläche und Rand der Torte gleichmäßig mit der übriggebliebenen Creme bestreichen. Die Torte mit der Creme aus dem Spritzbeutel verzieren und mit geschabter oder geraspelter Schokolade und den zurückgelassenen Kirschen garnieren. Die Torte mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Tipp: Die Biskuitböden mit 4 EL Kirschwasser tränken.

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