Semmelknödel – Selbst gemacht
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Der Semmelknödel gehört in Österreich zur traditionellen Küche. Kein Bratl, keine Eierschwammerlsauce oder kein Beuschel wären zu ihrem Ruhm gekommen, hätte es nicht diese Kombination mit der gehaltvollen Beilage gegeben. So ein Semmelknödel ist schnell selbst gemacht, kann problemlos eingefroren oder auch als Hauptspeise umfunktioniert werden.
Welche Zutaten für einen Semmelknödel?
Wie der Name bereits verrät, benötigt man Semmeln und diese möglichst trocken. Das ist wichtig, damit die Knödel später beim Kochen nicht zerfallen. Sollte man tatsächlich keine altbackenen Semmeln zu Hause haben, einfach ein fertig geschnittenes Knödelbrot kaufen.
Außerdem kommen noch Milch, Butter und Eier hinein, die sind unverzichtbar für die Konsistenz. Bei den Gewürzen hat man freie Wahl. Klassisch kommen Blattpetersilie und etwas Salz in den Semmelknödel-Teig. Natürlich kann man auch Zwiebel, Majoran, Schnittlauch oder Kümmel nehmen – am besten man probiert aus, was einem schmeckt.
Wo passen diese Knödel dazu?
Der Semmelknödel ist eine beliebte Beilage in der österreichischen und süddeutschen Küche. Sie passen hervorragend zu einem Schweinebraten, Rinderbraten, auch zu fast allen Wildgerichten, Gulasch und was wäre eine Schwammerlsauce, wenn es diesen Knödel nicht geben würde.
Bleiben einmal Semmelknödeln übrig, wird daraus ein köstliches Hauptgericht. Einfach die Knödel in Stücke oder Scheiben schneiden, in Butter anbraten und mit versprudelten Ei übergießen.

Semmelknödel selbst gemacht
– geht schnell und ist einfacher als man denkt. Es bedarf nur wenige Zubereitungsschritte für die Herstellung der leckeren Knödel, man benötigt nur etwas Fingerspitzengefühl. Nach den ersten Versuchen klappt es bestimmt wie von selbst.
Zutaten für 4 Personen: 250 g Knödelbrot oder 4 alte Semmeln (ca. 60 g pro Semmel) in kleine Würfel geschnitten, 125 ml Milch, 40 g Butter, 2 Eier, 1 kleine Zwiebel, Blattpetersilie fein gehackt, etwas Salz
Zubereitung: Zwiebel schälen und klein würfelig schneiden.
Die Butter in einem kleinen Topf zergehen lassen und die Zwiebel darin farblos anschwitzen. Das Ganze mit der Milch aufgießen und erwärmen (nicht kochen).
Das Knödelbrot mit etwas Salz in eine Schüssel geben und mit der lauwarmen Milch-Zwiebel-Mischung übergießen. Zugedeckt 20 – 30 Minuten ziehen lassen.
Nun kann bereits ein großer Topf mit reichlich Wasser und Salz aufgesetzt werden.
Petersilie gemeinsam mit den Eiern zu den Semmeln geben und den Teig mit den Händen kneten. Wichtig! Je nachdem wie alt die Semmeln waren, brauchen sie mehr oder weniger Milch. Die Regel: Je älter das Brot, umso mehr Milch wird benötigt.
Die Hände anfeuchten und anschließend aus dem Semmelknödel-Teig kleine Knödel formen. Ist er zu weich, kann man etwas Semmelbrösel oder Mehl hinzugeben.
Die Knödel werden in das kochende Wasser gelegt und die Herdplatte sofort auf mittlere Temperatur gestellt. Sie dürfen nicht kochen, sondern müssen gar ziehen. Das dauert ungefähr 20 Minuten.
Zu guter Letzt die Semmelknödel aus dem Wasser herausfischen und sofort servieren.
Schon gewusst?
Semmelknödel kann man auch grillen. Beispiel dafür ein Knödel-Burger: Dafür formt man aus einem Knödel-Teig kleine Pattys und grillt die dann anschließend von beiden Seiten.
Alternative: Man schneidet dicke Scheiben aus einem fertigen Semmelknödel, füllt diese mit Käse, umwickelt ihn mit Speck und legt ihn dann auf den Grill.