Bärlauchbutter – Lecker und einfach selbstgemacht

Bild zeigt: Bärlauchbutter

Die beste Zeit Bärlauchbutter selber zu machen, ist von Mitte März bis Mitte Mai. Stellt man gleich eine größere Menge her, hat man gleich das ganze Jahr über würzige Butter vorrätig. Ein Großteil davon friert man portionsweise als Scheiben und Röschen ein, sodass diese beim Grillen serviert werden können. Was auch hervorragend schmeckt ist Bärlauchbutter zur Jause (Brotzeit) mit selbstgemachten Brot und Gebäck und diese herzustellen ist total einfach. Man benötigt nur wenige Zutaten: Butter, Bärlauch, Zitronensaft sowie Gewürze.

Bärlauch Infos und Tipps:

Schon gewusst? Bärlauch gehört zu den kräftigen Bärenpflanzen. Bei unseren Vorfahren war der Bär ein Seelentier, ähnlich den Krafttieren bei den Indianern. Diese Tiere verkörperten sich in bestimmte Pflanzen und übertrugen so ihre Kraft auf diese. Bärlauch ist eine solche Frühlingspflanze mit Bärenstärke. Eine Legende erzählt, dass Bären nach dem langen Winterschlaf viel vom Bärlauch fressen, um so wieder zu Kräften zu kommen. Und so schenkt der Bärlauch auch uns seine Kraft, wenn wir ihn im Frühjahr ernten und verzehren.

Historie: Schon in der Antike und im Mittelalter wurde der Bärlauch erwähnt. In Siedlungen des Alpenvorlandes aus der Jungsteinzeit wurden Reste von der Kraftpflanze Bärlauch entdeckt. Die alten Germanen nannten den Bärlauch „hramusan“, daraus stammt ein weiterer Name des Bärlauchs: Ramsen. Orte die „Rams“ im Namen haben (z.B. Ramsau – Österreich), deuten heute noch daraufhin, dass dort viel Bärlauch zu finden war oder noch zu finden ist.

Bärlauch, im lateinischen Allium ursinum, ist eine sehr bekannte wilde Lauchart. Er bevorzugt feuchte Böden und ist daher meist an feucht-schattigen Auenwäldern und entlang von Flussniederungen sowie Bächen anzutreffen. Mittlerweile wächst der Bärlauch auch wild in vielen Gärten und Parks, da er sich schnell ausbreitet. Er hat nur eine kurze Saison von März bis Mai. Die Blätter sind länglich-oval und werden bis zu 30cm lang. Die Blüten sind sternförmig und weiß. Geschmacklich ähnelt er dem Knoblauch, ist jedoch nicht so intensiv und hinterlässt beim Essen keinen unangenehmen Geruch. Verwendet werden meist die Blätter des Bärlauchs, jedoch finden auch die Zwiebeln und die Blütenknospen in der Küche Anklang.

Wirkung: Der Bärlauch ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Magnesium stärkt unsere Muskeln, Vitamin C (auf 100g kommen etwa 150mg Vitamin C) schützt wie wir wissen vor Erkältung. So wie der Knoblauch sich auf unsere Gesundheit positiv auswirkt, so ist es auch beim Bärlauch. Die Aromastoffe Sulfide, werden beim Zerkleinern der Blätter in Allicin umgewandelt. Dies wirkt antibakteriell, wodurch Erkältungen mit Bärlauch bekämpft und dabei Fieber sowie Husten gelindert werden können. Außerdem hilft Bärlauch auch gegen Magenbeschwerden und wirkt sich positiv auf unseren Stoffwechsel aus.

Verwendung in der Küche: Es gibt viele Möglichkeiten die frischen Bärlauchblätter zuzubereiten. Als Suppe pur oder gemeinsam mit anderen Wildkräutern oder in der Gemüse- oder Kartoffelsuppe. Fein geschnitten in die verschiedensten Salate. Wie Cremespinat, auch gemischt mit Brennnesseln und Giersch. Zur Bereitung von köstlichen Pastasaucen. Als Gewürz in Kräuterquark, Kräuterbutter und allen Speisen, wo man auch Knoblauch verwendet.

In diesem Beitrag finden Sie ein Rezept, mit dem Sie die Kraft des Bärlauchs aufbewahren und das ganze Jahr über nutzen können.

Zutaten für etwa 12 Portionen: 300 g Butter, 2 EL frisch gepressten Zitronensaft, 2 Bund Bärlauch, 1 Prise Meersalz, 1 Prise Pfeffer

Zubereitung der Bärlauchbutter: Die Butter sollte Zimmertemperatur haben. Bärlauch waschen, abtropfen lassen und grob hacken. Anschließend den Bärlauch, mit Hilfe eines Pürierstabs, in einem hohen Gefäß klein mixen. Pfeffer, Meersalz und Zitronensaft hinzufügen und alles gut mit einem Löffel verrühren. Nun die weiche Butter in kleine Stücke schneiden und mit dem Pürierstab unter den Bärlauch mixen. Zum  Schluss die Bärlauchbutter aus dem Gefäß nehmen und zu einer kleinen Rolle formen. In einer Butterdose oder Frischhaltefolie kühl aufbewahren und bei Bedarf servieren.

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