Khao Soi – Nudeln mit Hühnchen-Curry

Bild zeigt: Khao Soi - Nudeln mit Hühnchen-Curry

Khao Soi – Nudelsuppe mit dem gewissen „Flair“. Khao Soi – Nudeln mit Hühnchen-Curry ist ein beliebter thailändischer Snack und wird in vielen Straßenküchen serviert. Vor allem in der nördlichen Region Chiang Mai und in der Stadt Chiang Rai, im Norden von Thailand, ist dieses Gericht unter dem Namen Khao Soi Chiang Mai bekannt. Das Essen besteht aus Weizennudeln bzw. Eiernudeln mit zartem Hähnchen in einer würzigen Kokos-Curry-Sauce mit Chili sowie schwarzem Kardamom und als Krönung frittierte Nudeln.

Geschichte von Khao Soi

Aufgrund der Herkunft ist Khao Soi auch als Lanna- oder Chiangmai-Nudelsuppe bekannt, wobei die exakte Herkunft schwer nachzuweisen ist. Ursprünglich beginnt die Reise des Gerichts mit den chinesischen muslimischen Händlern aus Yunnan (Südchina). Sie reisten im 19. sowie 20. Jahrhundert durch Burma (heute Myanmar) und Laos nach Südostasien, bevor sie im Norden Thailands ankamen. Mitgebracht haben sie von ihrer Reise ihre Nudelkultur aus China und die Kokosmilch und Gewürze aus Burma. Interessant und wichtig anzumerken ist, dass die Küche Burmas auch eine Nudelsuppe auf Kokosmilchbasis hat, die vor Khao Soi existierte.

Was ist Khao Soi?

Khao Soi bedeutet „geschnittener Reis“. Anfänglich drehte sich alles um die Nudel. Das Originalrezept wurde aus klebrigen Reismehlnudeln gemischt mit Kurkumapulver zubereitet. Ursprünglich wurden die Nudeln mit einer faserigen Schnur geschnitten, da man dachte, dass mit einem Messer geschnittene Nudeln nicht so gut schmecken. Heute werden die Reisnudeln oder Eiernudeln mit einer Schere geschnitten oder maschinell hergestellt.

Doch es sind nicht nur die Nudeln, die das Gericht Khao Soi zu etwas Besonderem machen, auch die scharfe Kokossuppe, das Hühnchen oder Rindfleisch, die knusprigen Nudeln obendrauf sowie all die verschiedensten Gewürze hauchen dem Essen Leben ein.

Khao Soi – Nudeln mit Hühnchen-Curry

Bild zeigt: Khao Soi - Nudeln mit Hühnchen-Curry

Das Rezept für 4 Personen: ein Hähnchencurry auf Nudeln aus der nördlichen Region Thailands

Zutaten: 1 Hähnchenbrust in Stücke geschnitten, 250 g frische chinesische Eiernudeln, 400 ml Kokosmilch, 2 cm Ingwer, 2 EL rote Thai-Currypaste, 1 Pandanusblatt, optional 1 Msp. Chilipulver. 3 EL Kokosöl, 1 EL Fischsauce, 2 TL Austern Sauce, 1 TL dunkle Sojasauce, 1 TL Roh-Rohrzucker, 1 Limette, 1 Frühlingszwiebel, 1 Schalotte, 1/2 Bund frischer Koriander, 4 frische Chilischoten, optional Chili-Öl

Zubereitung: Den Ingwer schälen und fein reiben. Das Kokosöl in einem Topf langsam erhitzen. Die Currypaste, den Ingwer und das Chilipulver dazugeben und bei leichter Hitze anschwitzen. Das Fleisch zu geben und von allen Seiten leicht anbraten. Die Kokosmilch dazu geben und mit Roh-Rohrzucker, Fischsauce  und dunkler Sojasauce würzen. Mit geschlossenem Deckel bei geringer Hitze ca. 15 – 20 Minuten leicht köcheln lassen, bis das Hähnchen gar ist.

Nun den Topf vom Herd nehmen, die Austernsauce hinzugeben und das Pandanusblatt darin 30 Minuten bei zugedeckten Topf ziehen lassen, damit sich das Aroma entfalten kann. Anschließend das Blatt entfernen.

25 g von den frischen Eiernudeln entnehmen und die frischen Chilis in heißem Öl frittieren bis sie schön knusprig sind.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Die Schalotten schälen und würfeln. Die Limette achteln. Den Koriander waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Die restlichen Nudeln nach Packungsanleitung kochen.

Die Eiernudeln in vorgewärmte Suppenschalen verteilen und mit der Hühnchen-Kokossauce übergießen. Mit den knusprigen Nudeln, Chili, Korianderblätter und Frühlingszwiebeln garnieren und je nach Geschmack mit Chili-Öl beträufeln.

Die Schalotten und Limetten-Achteln auf einem Teller dazu reichen.

Pandanusblätter – sind Blätter aus der Schraubenpalme die in ganz Südostasien wachsen. Man benutzt sie ähnlich wie Vanille zum Würzen von Süßspeisen und Getränken. Die grünen langen und schmalen Blätter werden zum Beispiel in Reis oder Kokosmilch mitgekocht und am Ende entfernt. Die Blätter geben beim Kochen ein mildes, süßliches sowie ein unverwechselbares Aroma ab. Erhältlich sind die Pandanusblätter tiefgefroren in Asia-Märkten.

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