Fenchel-Aprikosen-Salat – An Sommertagen einfach lecker

Bild zeigt: Fenchel-Aprikosen-Salat

Fenchel – Aprikose – die perfekte Kombination. Der Zitronen-Geschmack des Fenchels harmoniert hervorragend mit der fruchtigen Säure der Aprikose. In den Sommermonaten Juni und Juli gibt es beide frisch aus dem heimischen Anbau. Warum dann nicht mal eine etwas größere Schüssel Salat anrichten, bestimmt bleibt nichts übrig.

Fenchel: Damals und heute

Schon in der Antike war der Fenchel als Arznei und Küchengewürz sehr beliebt. In Mesopotamien beispielsweise, wurde eine Lungenentzündung mit heißen Fenchel-Umschlägen behandelt. Im alten Ägypten, die Griechen und Römer wussten schon damals über die Wirksamkeit des Fencheltees Bescheid. Hildegard von Bingen führt den Fenchel an vielen Stellen ihrer „Causae et curae“ an. Sie beschreibt seine Wirkung als gemütsaufhellend sowie verdauungsfördernd. Er soll auch angenehmen Mundgeruch verleihen und die Sehkraft stärken.

Auch magische Wirkung wurde dem Fenchel zugesprochen. Die Griechen zum Beispiel trugen ihn bei ihren religiösen Mysterienspielen als Kranz um den Hals. Im Mittelalter wurde er etwa in Türrahmen sowie Schlüssellöcher gesteckt, um sich vor allerlei bösen Mächten zu schützen. Der Fenchel galt auch wie andere stark aromatischen Doldenblütler als glücksbringend und als Mittel gegen Hundswut.

Der Wilde Fenchel ist die Urform des Fenchels und ist im mediterranen Raum noch immer weit verbreitet. Die Blätter, Früchte (Samen) sowie Blüten werden in diesen Ländern nach wie vor gerne geerntet, um regionale Speisen und Getränken den ganz besonderen Touch zu verleihen. Bei uns sind vorwiegend der Gewürzfenchel und der Knollenfenchel ein Begriff. Beide sind durch Züchtungen aus dem Wilden Fenchel hervorgegangen. Die Hauptanbaugebiete für den Fenchel sind Italien, Spanien, Südfrankreich, Griechenland, Nordafrika aber auch aus den Niederlanden findet der Fenchel den Weg zu uns nach Deutschland. In kleinen Mengen wächst er auch bei uns, in Süddeutschland.

Bild zeigt: Fenchel-Aprikosen-Salat

Zutaten für Fenchel-Aprikosen-Salat (4 Portionen): 2 kleine Fenchelknollen (ca. 400g), 6 Aprikosen, 1 Handvoll Rucola (ca. 50g), 2 EL frisch gepresster Orangensaft, 1 Bio-Zitrone, 2 EL Olivenöl, 1 kleines Stück Ingwer, 1 TL Honig, 1 Knoblauchzehe,  gemahlener Koriander, Pfeffer, Salz

Vorbereitung: Fenchel putzen, längs halbieren, den Strunk keilförmig herausschneiden und die Knollen in feine Streifen schneiden. Das zarte Grün beiseitelegen. Aprikosen waschen, entsteinen und in Spalten schneiden Rucola waschen und trockenschleudern. Welke Blätter und bei Bedarf die Stiele entfernen. Knoblauch schälen und fein hacken. Ingwer schälen und reiben. Zitrone heiß waschen und trocken reiben. Die Schale abreiben und den Saft auspressen.

Zubereitung: 2 EL Zitronensaft mit frisch gepressten Orangensaft, Olivenöl und Honig zu einer cremig Dressing verrühren und mit etwas abgeriebener Zitronenschale, Knoblauch, Ingwer, Koriander, Salz und Pfeffer würzen. Fenchelstreifen, Rucola, Aprikosenspalten und das Fenchelgrün in einer großen Schüssel mit der Salatsauce vorsichtig mischen.

Ergänzen: 

Der Fenchel-Aprikosen-Salat ist besonders reich an Ballaststoffen, den Vitaminen A, K, B2, B3, B6, B9, und C sowie an Kalium. Ihm fehlt jedoch vor allem an Vitaminen B7 und B12 und die ergänzt man besten mit einer kleinen Menge Milchprodukte oder Meeresfrüchte. Beispielsweise mit: Quark oder körnigen Frischkäse, Kaviar, andere Fischrogen, Flusskrebs oder Tintenfisch. Möglich sind aber auch: ein kleines Ei, kleine Menge gebratene Leber vom Schwein, Rind, Huhn oder Kalb. Sogar einige Süßspeisen vervollständigen die 200g Portion Salat zu einem gesunden Gericht: 130g Erdbeermilch, 120g Erdbeerjoghurt, 100g Quarkspeise mit Pfirsich.

Ebenfalls möglich: Um den Fenchel-Aprikosen-Salat mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralien zu vervollständigen serviert man ein Cordon bleu und Süßkartoffeln dazu.

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