Ofenpolenta – Schnelle Feierabendküche

Bild zeigt: Ofenpolenta - Schnelle Feierabendküche

Ihr denkt Ofenpolenta klingt langweilig? Wir sagen: Ofenpolenta schmeckt alles andere als langweilig. Im Rezept werden Maisgrieß, Gemüsebrühe, Sahne, Eier sowie ein bisschen Parmesan zu einem lockeren Auflauf gebacken. Das geniale an der Polenta ist, sie ist schnell, einfach zubereitet und außerdem kann man den Auflauf vorbereiten und wieder aufwärmen. Als Beilage empfehlen wir knackigen Salat.

Was sollte man über Polenta wissen:

Hmmm…Polenta? Polenta nennt man in Tirol auch Plent, in Kärnten sowie der Steiermark Plentn (oftmals mit dem Sterz verwechselt). Das Gericht ist meist aus Maisgrieß hergestellter fester Brei, der im Norden Italien, in der Provence, Spanien und in manchen Teilen der Schweiz, Österreich, Rumänien sowie dem Balkan zur regionalen Kochtradition gehört. Wahlweise dient die Polenta als Beilage oder Hauptgericht. In der zweiten Variante wird sie gerne gesüßt und wie Milchbrei serviert. Eine ganz besondere Art ist die gegrillte Polenta. Die hart erstarrte Polenta Masse wird in Scheiben geschnitten und anschließend auf den Grill gelegt. Aus Polenta lässt sich jedoch auch ein Pizzaboden oder Babybrei zubereiten. Weitere Einsatzmöglichkeiten wären: Klößchen, Knödel, Füllungen für Geflügel oder Gemüse. Eine Ofenpolenta ist auch eine sehr leckere und abwechslungsreiche Beilage zu Schmorgerichten.

Die Ofenpolenta – Schnelle Feierabendküche ist ein besonders Kohlenhydrate reichhaltiges Gericht und hat weniger Kalorien als Reis und Nudeln. Im Maisgrieß sind unter anderem wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Kieselsäure, Kalium sowie Eiweiß enthalten und nicht zu vergessen, er ist besonders reich an Vitamin A.

Die Geschichte der Polenta: In der Küche des alten Roms wurde die Polenta puls oder pulmentum genannt und anfangs aus Hirse, Dinkel oder Kichererbsenmehl zubereitet. Etwas später vor allem im mitteleuropäischen Raum verwendete man die Getreidesorten Gerste und Weizen. Die italienischen Bauern, die sich Fleisch, Käse oder Pasta nicht leisten konnten, mussten oft und das nicht ganz freiwillig Polenta essen. Ein Sprichwort aus dieser Zeit „Loda la polenta a mangia il pane“ auf Deutsch „Lobe die Polenta und reiche das Brot“.

Nach 1650 begann der erst von Christoph Kolumbus nach Europa mitgenommene Mais (grano turco, „türkisches Korn“), in der italienischen Küche populär zu werden. Türkisches Korn hat nichts mit der Türkei zu tun, doch die italienische Bevölkerung bezeichnete  alle exotischen Lebensmittel als „türkisch“. Von Spanien bis nach Südrussland war das Gericht im 17. Jahrhundert ein „Arme-Leute-Essen“. In Norditalien ist die Polenta heute noch sehr beliebt, sodass die Süditaliener ihre nördlichen Landsleute etwas abfällig polentoni (Polentafresser) nennen. In Venetien gibt es die regionale Spezialität „Polenta bianca“, weiße Polenta, die aus geschälten Maiskörnern einer helleren Sorte besteht.

Ofenpolenta – Die schnelle Feierabendküche

Bild zeigt: Ofenpolenta - Schnelle Feierabendküche

Zutaten für etwa 4 Portionen: 500 g Bio Polenta Maisgrieß, 1 Liter Gemüsebrühe, 250 ml Sahne, 1 Ei (M), 80 g frisch geriebener Parmesan, 7 EL Butter, 1 TL Muskatnuss, Salz und Pfeffer, frische Kräuter

Zubereitung: Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Auflaufform mit Butter einfetten.

Die Butter in einem Topf schmelzen lassen und den Maisgrieß hinzugeben. Nun die Gemüsebrühe mit in den Topf geben und auf kleiner Hitze köcheln lassen. Währenddessen die Sahne gemeinsam mit dem Ei, Muskatnuss, frische Kräuter, Salz und Pfeffer verrühren und mit zur Polenta Masse geben. Die Polenta gut verrühren bis sie quellt und zum Schluss den geriebenen Parmesan mit unterrühren. Die Masse noch einmal mit Salz sowie Pfeffer abschmecken und in die Auflaufform gießen. Die Ofenpolenta für etwa 25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Nach der Backzeit das Gericht eventuell etwas auskühlen lassen und die Ofenpolenta servieren.

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